Samstag, 22. Okt '05 - 16:24 | § ¶ach, wie nett
Zugegeben: Ende Oktober Nektarinen kaufen zu wollen, ist schon ein bisschen pervers. Aber ich habe unseren Nachbarn, bei denen wir heute Abend zum Essen eingeladen sind, meinen Spezialnachtisch versprochen: Gratinierte Nektarinen und Beeren. Und dazu brauche ich nunmal Nektarinen. Auch zugegeben: Ich bin mit Saisonzeiten von Obst nicht so wirklich firm und marschierte erstmal in den nahegelegenen Öko-Supermarkt. Nektarinen? Fehlanzeige. Dann fiel mir ein, dass in der Straße ja auch diverse Obstläden sind. Ich also in den nächsten rein und nach Nektarinen Ausschau gehalten.
Die Inhaber des Ladens sind ein Ehepaar, dem man anmerkt, dass der Laden Lebensinhalt ist. Und der Dienst am Kunden auch. Als ich vorsichtig nach Nektarinen frage, sagt mir die Inhaberin, dass sie gerade gestern die letzten verkauft und sie jetzt aus dem Sortiment genommen habe, weil sie die Qualität einfach nicht mehr anbieten könne. Als ich erkläre, dass ich sie überbacken will (die Dinger also keinen Schönheitspreis gewinnen müssen), schickt sie ihren Mann ins Lager, um mal zu schauen, ob da vielleicht noch ein paar liegen, die sie mir zumuten könnten. Während der Mann sucht, grübelt die Dame mit mir zusammen, was anstatt Nektarinen sonst noch ginge. Pfirsiche gibt es natürlich auch nicht mehr. Dann fällt ihr ein: In der Auslage liegen noch Susinen (ich hätte sie einfach als größere Pflaumen identifiziert), und die bekomme ich dann, als der Inhaber mit leeren Händen aus dem Lager zurückkommt.
Ich bekomme sie zum halben Preis, weil sie auch nicht mehr so richtig hübsch sind. Dass es sowas noch gibt, erstaunt mich dann doch manchmal.
Freitag, 14. Okt '05 - 17:09 | § ¶schon wieder ein flug
Heute flog zur Abwechslung ich. Zum Glück nicht auf dem Rad über eine Kühlerhaube, aber vom Pferd. Meine entzückende Stute meinte, als sie eines Wildschweins angesichtig wurde, aus einem flotten Galopp übergangslos in den Stand wechseln zu müssen. In einen sehr festen Stand, begleitet von trompetenartig geweiteten Nüstern und einem trompetenstoßartigen Schnauben.
Das machte mein in diesem Moment ganz offensichtlich sehr unzulänglicher Knieschluss nicht mit, sodass ich mich kurzzeitig über dem Hals meines Pferdes und dann recht unsanft auf dem Waldboden wiederfand. Bei der letzten vergleichbaren Aktion vor einigen Jahren hatte es mir das Schlüsselbein zerlegt, und so war ich dankbar, dass ich dieses Mal nur flach auf dem Rücken landete. Es ist also nicht viel passiert, außer dass ich mich im Brustwirbelbereich so fühle, als hätte ich 24 Stunden ohne Pause am Schreibtisch gesessen.
Dieses Wochenende bleibe ich mit den Füßen auf dem Boden, denn das ist eindeutig zu viel Fliegerei für zwei aufeinander folgende Tage.
Donnerstag, 13. Okt '05 - 20:34 | § ¶es gibt dinge, die möchte man nie wieder sehen
Zum Beispiel, wie ein PKW einem Radfahrer an einer abknickenden Vorfahrt selbige nimmt und der Radfahrer dann wie in einem schlechten Actionfilm durch die Luft fliegt.
Mir ist jetzt noch, Stunden danach, ganz schlecht.
Montag, 10. Okt '05 - 17:07 | § ¶erstaunliche erkenntnis
ich habe es fast schon befürchtet ...

Welche Harry-Potter-Figur bist du?
Seufz.
via petunie
Dienstag, 04. Okt '05 - 12:41 | § ¶durchatmen
Das tut gut: Mit dem September habe ich ein paar größere Berge abgearbeitet, die mich über Wochen oder gar Monate drückten. Der Oktober kommt (Stand heute) gar leichtfüßig und nur mit ein paar kleineren Arbeiten daher.
Ich weiß gar nicht, wann ich das zum letzten Mal so empfunden habe. Das tut gut. Ich kann mich jetzt einigen "hätte ich schon längst mal machen müssen"-Dingen zuwenden. Mal schauen, wie lange das anhält.
Samstag, 01. Okt '05 - 19:50 | § ¶jaja, ich weiß ...
... übers Wetter schreiben ist langweilig.
Aber irgendwie bin ich heute mit Wonne zweimal nass geworden. Heute morgen ließ ich mir den Regen ins Gesicht prasseln, das war fast wie die Dusche nach dem Joggen. Und am späten Nachmittag ging ich durch den Wald, wo der Regen zwar schwächer, aber auf dem Blätterdach viel lauter war. Ich hatte meinen bodenlangen Wachsmantel an, das Wasser tropfte mir hinten in den Kragen, aber irgendwie war es trotzdem gut.
